Bergiselschlacht 2011: Preise für Kenshikanis

Der Berg hatte gerufen. Und zwar zur Bergiselschlacht 2011. Zum zweiten Mal luden unsere Freunde von Kendo Tirol internationale Gäste ein, um gemeinsam mit ihnen ein Wochenende zu verbringen und sich gegenseitig auf den Schädel zu klopfen. Kenshikan war auch heuer mit einer starken Truppe vertreten, die dann auch gleich ein gutes Ergebnis ablieferte.

 

Den Anfang machte das Einzelturnier am Samstag. Geteilt in Dan- und Kyu-Träger, wurde nach einem ungewöhnlichen, aber sehr spannenden System gekämpft. In Pools zu sechs und sieben Personen musste jeder gegen jeden kämpfen. Gewertet wurde aber nicht nach Siegen und Punkten, sondern nach „Kalkulationspunkten“. Ein 2:0 ergibt fünf Punkte, ein 2:1 vier Punkte, ein 1:0 drei Punkte, ein 1:1 zwei Punkte und ein 1:2 immer noch einen Punkt. Null Punkte gibt es nur dann, wenn man selbst keinen macht. Damit wollten die Veranstalter offensives Kendo fördern – und sie hatten Erfolg. Die Kämpfe waren schön anzusehen und in beiden Kategorien hoch spannend. Wer lieber schauen will als lesen: Hier geht es zu den Fotos der Bergiselschlacht 2011.

3. Platz und Fighting Spirit für Kenshikan

Bei den Danträgern konnte sich Daniel Breuss nicht nur mit drei von fünf gewonnenen Poolkämpfen für die KO-Runde qualifizieren, sondern gelangte bis ins Semifinale. Dort war dann gegen Christian Filippi, seines Zeichens langjähriges Mitglied des italienischen Nationalteams, allerdings Schluss. Bronze war aber dennoch drin. Auch Doris Schöberl schlug sich so wacker, dass sie die wohlwollenden Augen der Schiedsrichter auf sich zog. Sie verliehen ihr den „Fighting Spirit“ für besonderen Kampfgeist.

Bei den Kyuträgern konnte Robert Mago, der erst seit Mai in Rüstung kämpft, bis ins Viertelfinale vorstoßen. Er war auch derjenige, der für seine Teammitglieder ein eigenes Zekken und ein spezielles Tenugui selbst entwarf und anfertigen ließ. Die „Kyu Koi“ zogen dann auch ziemlich viele erstaunte Blicke auf sich. Die neue Teamidentität dürfte den Kämpfern zu neuen Höhenflügen verholfen haben. Am nächsten Tag schrammten sie nur knapp am Aufstieg ins Viertelfinale vorbei.

Erfolgreicher Teambewerb

Dorthin zog ein gemischtes Team aus Kärnten, Vorarlberg und Wien ein. Für die Hauptstadt trat Daniel Breuss an. Team „Kenshikan 222“ mit Janin Oppermann, Helmut Meixner, Enver „Mischa“ Jusufi, Werner Fritz und Eugen Varga schaffte das leider nicht, konnte aber ein paar punktuelle Achtungserfolge für den Verein verbuchen. Ein weiteres Mischteam, unter anderem seitens Kenshikan mit Doris Schöberl und Philipp Simon besetzt, erreichte ebenfalls das Viertelfinale. Ob der etwas ungewöhnliche Name „Traubenzucker“ damit etwas zu tun hat, wird wohl für immer ungeklärt bleiben.

Es war ein spannendes und schönes Turnier, das vielen noch länger in Erinnerung bleiben wird. Schön auch, dass Kenshikan so zahlreich vertreten war. Für nächstes Jahr wurde die Bergiselschlacht für Mitte November angekündigt. Wir werden uns bemühen, die heurigen Erfolge noch zu übertreffen.

Die Ergebnisse im Detail:

Dan-Einzel:
1. Platz: Filippi
2. Platz: Intrieri
3. Platz: Breuss
3. Platz: Benoni
Fighting Spirit: Schöberl

Kyu-Einzel:
1. Platz: Ikeda
2. Platz: Grygorets
3. Platz: Trawöger
3. Platz: Steinbrecher
Fighting Spirit: Linhart

Team:
1. Platz: CUS Verona 1
2. Platz: Kendo Tirol 1
3. Platz: CUS Verona 2
3. Platz: Just Kidding
Fighting Spirit: Pasqui