DonauCup 2011 – 15 Jahre Kendo-Power

Es ist wieder soweit, und wieder ist es einmal spannend. Klappt die Hallen-Reservierung? Werden sich genug Kämpfer anmelden, um den Wettkampf spannend zu machen? Werden wir genug Helfer finden, um die Organisation reibungslos abzuwickeln? Ja, es ist wieder einmal soweit: der Donaucup steht vor der Tür. Und diesmal nicht einfach irgendeiner, sondern der 15. noch dazu.

Noch ein Tag, dann ist die Anmeldefrist vorbei. Dann wird sich zeigen, ob unsere Vorarbeit genug Kendoka in ganz Europa überzeugen konnte, an unserem Traditions-Turnier teilzunehmen. 1996 ins Leben gerufen, ist der Donaucup inzwischen zu einer Fixgröße im Kendo in Mittel- und Osteuropa geworden. Wir bemühen uns natürlich auch heuer wieder, den Teilnehmern und Zusehern erstklassige Kämpfe bieten zu können. Und wenn man sich die teilnehmenden Teams so ansieht, könnte das durchaus gelingen.

Alle Details zum Wettkampf können auf der Donaucup-Website nachgelesen werden. Und es gibt mal wieder auch auf Facebook einen Event dazu. Link ist auf der Startseite des gerade genannten Links.

Starke Kenshikan-Präsenz

Was mich als Obmann besonders stolz macht, ist die Tatsache, dass es gleich 3 volle Kenshikan-Teams gibt und noch zwei weitere Teams, in denen Kenshikan-Mitglieder vertreten sind. Ich glaube, so stark waren wir noch bei keinem Wettkampf vertreten. Das ist wirklich eine schöne Bilanz. Ob das unsere Chancen auf einen Sieg erhöht? Mal sehen. Auf jeden Fall wird es für alle Beteiligten spannend werden – und hoffentlich auch ein Spaß. Das ist immer noch das wichtigste am Kendo und der Grund, warum wir uns alle paar Abende in die Rüstung quälen und ein paar Liter Schweiß vergießen: Weil es uns Spaß macht.

Heutzutage ist der Donaucup ja schon so etwas wie ein „Mini-EM“. Zahlreiche hochkarätige Teams sind alljährlich dabei. Den großen Sprung konnten wir als Organisatoren machen, nachdem wir von 3er- auf 5er-Teams umgestellt haben. Das hat den Donaucup deutlich attraktiver gemacht, da er jetzt mehr Taktik fordert und vom Modus eher mit Top-Turnieren vergleichbar ist.

Mein erster Donaucup als Kämpfer war 2002. Gerade ein paar Monate in Rüstung, und auf einmal stehe ich Wolfgang Mraz gegenüber. Wer ihn nicht kennt: Groß, stark, Jodan. Da ich natürlich null Plan gegen Jodan hatte, dauerte der Kampf entsprechend kurz. Brilliant schlug sich dagegen Mischa, der damals als Kyu-Träger einen 5. Dan in Schach halten konnte und ein Unentschieden herausholte. Leider reichte das nicht aus und mein erstes Turnier war nach zwei Kämpfen leider auch schon wieder vorbei. Ein Schicksal, das leider viele Rüstungsanfänger ereilt, aber das sollte niemanden Einschüchtern oder Abschrecken. Genauso gut kann man auf einmal mitten im Finale stehen. Wer es dorthin schafft, werden wir am 16. und 17. April sehen.