IBU-Besuch 2012: Vertraute Kampfintensität

Es war wieder einmal soweit. 21 Studenten und 4 Lehrer der International Budo University (IBU) waren zu Besuch in Wien. Und wie schon die vorigen acht Mal gab es viele schöne Trainings und intensive Matches. Für alle, die es noch nicht wissen: An der IBU kann man tatsächlich ein Studium nur in Kendo absolvieren. Dementsprechend auf Zack sind Studenten und Senseis auch. Zusätzlich zu den Trainings gab es noch die Möglichkeit, Dan-Prüfungen abzulegen. Hier gibt es auch gleich etwas erfreuliches aus Kenshikan-Sicht zu berichten.

 

Eugen Varga konnte den 1. Dan erringen, Michael Demel sich auf den 2. Dan verbessern. Der Verein freut sich natürlich riesig, die strahlenden Gesichter der Prüflinge nach Bekanntgabe der Ergebnisse zeigten, dass sie wohl auch nicht gerade unerfreut waren. Aber wie nach jeder Prüfung ist ein Durchkommen in Wahrheit ein Auftrag. Nämlich, sich zum nächsten Level hochzuarbeiten. Und ich zumindest kann aus eigener Erfahrung sagen, dass es dann nicht leichter wird. Aber so, wie sich unsere Jungs und Mädels anstellen, bin ich fest davon überzeugt, dass wir in Zukunft noch oft weitere neue Danträger bei uns willkommen heißen können.

Viel gelernt

Doch zurück zum IBU-Besuch. Wie immer waren die Studenten wieselflink, sehr locker und sprachen zu 90 Prozent nur japanisch. Aber im Training macht das nichts, man schreit sich ohnehin nur schlecht artikuliert an. Nach einer flotten Runde Kirikaeshi und Grundtechniken gab es dan Mawari-Geiko, also Kämpfen mit Wechsel nach Zeitablauf. Danach gab es freies Training auch mit den Senseis, die allesamt den 8. beziehungsweise 7. Dan besitzen. Dementsprechend anstrengend waren diese Kämpfe auch. Für mich persönlich hat es sich aber definitiv gelohnt, da ich viele Tipps von ihnen erhalten habe.

2013 wird die IBU zum zehnten Mal in Österreich gastieren. Vielleicht gibt es dann ja noch irgendein besonderes Event, um dieses Jubiläum gebührend zu feiern. Am wichtigsten ist aber, dass möglichst viele österreichische  Kendoka bei den Trainings mitmachen. Immerhin wollen wir den Japanern ja zeigen, dass Kendo in Österreich stark im Kommen ist. Die heurige Teilnehmeranzahl war schon ein gutes Signal. Schauen wir aber, dass wir es noch besser hinbekommen!

Nostalgie

Wer möchte, hier gibt es noch Fotos von vergangenen IBU-Besuchen. Viele bekannte Gesichter, aber leider auch viele, die nicht mehr bei uns trainieren. Aber wir hoffen, dass sich das vielleicht wieder ändert.

IBU in Wien 2005
IBU in Wien 2008