Kitamoto Day 6: Rise of the Champions

Heute gab es einen Team-Wettkampf, Zimmer gegen Zimmer, 7 vs 7. Die glorreiche Schlacht von unserem Zimmer 301 gegen die Ladies aus Zimmer 201 ging um exakt einen Punkt verloren. Sehr ärgerlich. Vor allem, weil ich als Sempo (also erster Kämpfer) gleich mit zwei Punkten gewinnen konnte, die anderen aber nicht daran anschlossen. Aber das passiert eben in einem Wettkampf. Unsere beiden Zimmer-Senioren, Stefano und Patrick van Nieuwenhove aus Belgien traten übrigens nicht an.

Davor gab es aber wieder einmal ausreichend Kata. Zuerst demonstrierte Kakehashi-Sensei die korrekte Art und Weise, wie man Kata vorführt. Danach durften wir das nachahmen. Wieder ging es sehr um Details. Wo steht wer wann. Wie verneigt man sich richtig. Wer geht zuerst wohin. Nach dem Frühstück ging es mit Sato-Sensei weiter in die Tiefen der Kodachi-Kata. Als Eselsbrücke, um sich leichter zu verinnerlichen, wie man das Kurzschwert bei der zweiten Kata über den Kopf hebt, meinte er, es wär so, als ob man sich die Nase nach oben abwischt. Für die dritte Kodachi-Kata packte Sato-Sensei „alle Suris“ aus, wie es Übersetzer Alex Bennett ausdrückte. Suri-age, um den Men abzuwehren, Suri-otoshi, um das Schwert nach unten zu drücken, Suri-nagashi, um Do abgleiten zu lassen und Suro-komi, um das Tachi zu blocken.

Nach der Kata machten wir wieder einige Gegentechniken. Ishizuka-Sensei demonstrierte Suri-age auf eine interessante Weise. Sein Schwert bewegte sich kaum aus der Mitte, sondern blieb einfach im Zentrum, um so den Treffer zu erzielen. Enorm effektiv, gerade im Kampf, und wieder einmal ein Beweis dafür, wie wichtig es ist, die Mitte zu nehmen. Danach gab es noch ein paar fortgeschrittenere Angriffstechniken für Kote-Men, unter anderem mit Harai.

Komprimierte Angriffskraft

Der Nachmittag stand ganz im Zeichen des vorhin erwähnten Teamwettkampfs. Das Turnier dauerte so lange, dass wir nur noch eine halbe Stunde Zeit hatten, um mit den Senseis anschließend Ji-Geiko zu machen. Ich konnte trotzdem mit vier von ihnen trainieren und bekam einiges an gutem Feedback zurück. Hinzu kamen wieder die beiden Frühaufsteher, wegen denen ich auch heute wieder um 5:30 aus dem Futon kroch.

Die ganze Zeit nagte die Erinnerung an Martin Kiosews Unfall von gestern an mir. Er saß immer noch im Dojo, allerdings mit Gipsfuß, und sah zu. Es muss unheimlich frustrierend für ihn sein, nur passiv dasitzen zu können. Hoffentlich komm ich weiterhin so gut über die Runden. Ein Tag nur noch und dann die Dan-Prüfung. Mal sehen, was sich dann tut.

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