Anfängerkurs-Bericht Teil 21: Frischwärts

Die Semesterferien kamen mir gerade recht, ich hab zwei Wochen lang allen Sport bleiben lassen und gut war´s. Stimme wieder da, Fuss ok, Energie wieder nachgefüllt – es kann weitergehe!

 

 

Es ist interessant zu sehen, welche der Rookies sich zu Jung-Schlümpfen verwandeln – mittlerweile gehört Roman auch schon dazu, das war ja ohnehin nur mehr eine Frage der Zeit – passt ihm gut, sein Keiko-Gi!

Samstag waren Robert und ich bei der IBU, aber ich muss gestehen – das war mir noch eine Nummer zu groß. Nächstes Jahr, in Rüstung (so mich meine Trainer dann schon in die Rüstung lassen), wird das was anderes sein, aber als ungepanzerte Kendo-Larven kamen wir uns ein wenig fehl am Platze vor. Aber immerhin – wir wissen jetzt, was uns dort erwartet. Auch gut.

Aber zurück zum Dienstag.

Zu unserer großen Verwunderung – sind Mischa, Janin und ich die ersten im Dojo – wo ist Benni??? Während wir noch darüber rätseln, steht er plötzlich  mit großen Augen vor uns und meint mit leichtem Vorwurf in der Stimme ( joke 😉  „Ihr wart vor mir da!!!“ – ja, wir verstehen die Welt auch gerade nicht mehr….

Weil wir so früh da sind, können wir ein wenig unbeobachtet üben *räusper* – und Benni, der Gute, gibt mir ein paar sehr konstruktive Hinweise in Richtung Fumikomi. Hab sie noch nicht ganz verinnerlicht, aber die haben schon sehr geholfen! Und ein paar Men durfte ich auch schlagen. Danke 😉

Die Meute trudelt wieder ein, Kendo-Schmähs werden gerissen und ich frage Lukas, wann er denn jetzt mal im Keiko-gi kommt – demnächst, ist schon bestellt. Bin schon gespannt – Lukas ist so groß wie Wolfgang (Mraz), könnte beeindruckend ausssehen 😉

Mittlerweile ist der Ablauf ja schon sehr vertraut, Mischa wärmt uns tüchtig auf, es gibt wieder mal Matawari (ha!), aber die machen mir nix, *hrrhrr*.

Dann der Part, den ich mittlerweile fürchte – seirez! – und es kam, wie es irgendwann mal kommen musste – es wird zu lange herumgewuselt  und so hieß es – einhundert (chojak-suburi). Na dann halt – ichi, ni, san……so ganz in Form bin ich noch nicht, das ging schon besser, aber war mir dann auch schön warm. Gibt nix, was net irgendwie sein Gutes hat 😉

Neuer Versuch und diesmal haben wir´s geschafft (oder wurden nachsichtiger behandelt). Mir macht das ja nix, aber trotzdem mein Appell – möge jeder schon ungefähr den Platz anpeilen, wo er/sie normalerweise steht und dann nicht zusammenquetschen sondern etwas Abstand zum Nachbarn lassen – die Shinais brauchen auch Platz um abgelegt zu werden..

Gut – drei Reihen an der Stirnseite und wir machen Techniktraining – was mir sehr gelegen kommt, meine Fitness ist noch nicht ganz wieder da, da passt mir das sehr gut.

Und es tut uns allen gut, Konzentration und das Wahrnehmen der Umgebung muss wieder mal ins Bewusstsein gerufen werden und siehe – es geht doch! Wir können synchron Kiai schreien, und uns synchron vorwärts bewegen. Und uns auf unsere Mitstreiter einstellen.

Dann gibts noch Partnerübungen, Kote! Do! Sehr interessant, das hätte ich noch eine Stunde lang machen können. Und Kirikaeshi, die mir mittlerweile zumindetens so vertraut sind, dass ich sie zumindestens auswendig kann – und mich auch sehr bemühe, sie besser und besser zu machen.

Die Zeit vergeht erstaunlich schnell – auf einmal ist es wieder vorbei – aber – haha! Die Prüfungen nahen (*keuch*) und so holt Helmut Moritz und mich heraus – korrektes Angrüßen – ui – ahem…..ich mache das immer einfach ohne Nachdenken in der Meute mit und hab mir nie viel Gedanken gemacht – das rächt sich jetzt ein wenig….Moritz weiß es offentlich besser als ich, folgt aber meinem (falschen) Ablauf…auweh….Helmut meint, ambitioniert aber verbesserungswürdig und wir machens nochmal – dann geht´s. Weia.

Na gut – am 22. ist dann der Tag der Wahrheit ….

Aber – dorthin ist es noch eine Woche, und vorher – wollen wir noch auf ein Bier gehen, und einen jungen Mann, der uns beim Training zugesehen hat, davon überzeugen, dass Kendo eine gute Idee ist. Unsere Begeisterung kannte kaum Grenzen.

Zurecht. Es ist einfach zu spannend 😉