Grid Day: 200 spannende Kämpfe

Samstag, 5 Uhr 30 in der Früh. Die Arbeitswoche ist geschafft, das eine oder andere Training absolviert- es ist Zeit für ein entspannendes Wochenende. Also erst mal ausschlafen. Richtig? Falsch!

Mit der Europameisterschaft in Berlin hat die Turniersaison nicht geendet, sondern vielmehr angefangen. Deshalb das gnadenlose Läuten des Weckers: Hallein ruft! Für jemanden, der doch schon einige Kendo-Jahre hinter sich gebracht hat ein besonderer Grund zur Freude, war es doch das erste österreichweite Kendo-Event im schönen Salzburg.

Viele Kämpfe, hohes Risiko

Nach 3 Stunden Fahrt und ein paar Minuten zum Umziehen ging es auch schon direkt los: über 20 Kendoka, vor allem aus Salzburg, Tirol und Oberösterreich gerieten sich auf 2 Shiai-jo in die Haare. Interessant: Statt einem Ko-System lautete der Modus: jeder gegen jeden! Mit anderen Worten, es warteten gut 20 Kämpfe auf mich. Um dennoch bei Tageslicht fertig zu werden, wurde die Kampfdauer mit 3 Minuten und Ippon-shobu bestimmt. Es galt also gut aufzupassen, denn schon ein Fehler konnte das Ende des Kampfes bedeuten und wichtige Punkte kosten.

Die folgenden knapp 200 Shiai liessen dann keinen Platz für Langeweile. Besonders beeindruckend war die Leistung der Mitglieder des Salzburger Kendovereins, die gezeigt haben, was man in kurzer Zeit mit Leidenschaft und Ehrgeiz erreichen kann! Als gutes Beispiel sei das Nachwuchstalent Noah genannt, der den Fighting-Spirit-Award erhielt, nachdem er so manchem Großen kräftig auf die Rübe schlug! Ich durfte mich zum Schluss ebenfalls über einen tollen Preis freuen, nämlich einen wunderschönen Ahorn-Bonsai, der mir auf dem Nebensitz die dreistündige Rückfahrt nach Wien versüsste.

Noch einmal ein großes Dankeschön für den schönen Tag nach Salzburg! Und: die tolle Halle und die wunderschöne Natur schreien nach einem Kendo-Sommer-Seminar.