Faito! Das erste Turnier – und glückich darüber

Am Wochenende fochten Kendoka aus Österreich, den umliegenden Ländern und bis hin zu Kroatien die dritte Bergiselschlacht im Einzel- und Teamwettkampf aus. Schon die bloße Teilnahme lohnt sich auch im Verhältnis zu anderen Turnieren sehr, weil auch diejenigen, die sich gegen Mitstreiter höheren Niveaus zu Beginn nicht durchsetzen können, auf ihre Kosten kommen.

Große Vorrunden garantieren auch Unerfahreneren viele Kämpfe und es wird nach Kyu- und Danträgern getrennt. Nicht schwer zu verstehen ist daher der hohe Anteil an Kendoka, die die Bergiselschlacht für den Start in ihre aktive Turnierlaufbahn nutzten.

Vier Kenshikanis und ich, die wir selbst noch niemals zuvor gegen Kendoka außerhalb Wiens gekämpft hatten, und weitere neun Veteranen nahmen die Herausforderung an. Zwei der Rüstungs-Anfänger hatten schon einige Wochen zuvor im Wiener Derby gekämpft; für fast alle startete es nach einem optionalen Rüstungs-Spezialtraining am Abend zuvor mit der Zugfahrt am Freitagabend. Am nächsten Tag, dem Samstag, ging es nach einem Frühstück im Innsbrucker Landessportcenter und der Begrüßungszeremonie schnell zur Sache.

Lern- und Ausdauerkurven

Die Lernkurve ist so steil, wenn man noch vor wenigen Wochen in Rüstung begonnen hat. Für Zuschauer offensichtliche Dinge, die in den ersten Kämpfen noch unbewusst falsch liefen, lassen sich sofort verbessern – mit spürbarem Erfolg dank erfahrener Vereinsmitglieder. Das motiviert! Neben der Lernkurve spielt freilich noch die Ausdauerkurve eine Rolle. Auch sie ist steil, weist bloß in die verkehrte Richtung, und ist verbunden mit massig Endorphinausschüttung. Das zaubert ein Lächeln auch auf das erschöpfteste Gesicht!

Neben den schönen und weiterbringenden Erfahrungen aus den Kämpfen lässt sich die Entwicklung der Kendo-Szene, die rapide wächst, gut beobachten und neue Leute, besonders die eigenen Kontrahenten, kennenlernen. Ein besonderer Gruß geht daher an meine Turniergegner, sollten sie diesen Beitrag lesen. Gute Kämpfe!

Gerne wieder nächstes Jahr und nach mehr fleißigem Training.