Slowenische SemiNarren

Okay, wir fahren gerne auf Seminare – warum? Weil man dort Dinge sieht und lernt, die es im normalen Training nicht gibt und weil man dort auf lernresistente Kenshis wie uns auch mehr eingeht (sprich mehr Wiederholungen bis man es verstanden hat, mit den dann erforderlichen Korrekturen). Und weil man auf einem Seminar die gleichen anderen Leute und auch neue Gesichter aus allen Bundesländern und Nationen trifft.

So begaben wir uns auf die lange Reise nach Ljubljana um am Kendo & Iaido Seminar und Samurai Cup teilzunehmen, wir hatten schon viel positives darüber gehört, aber auch dass „seltsame“ Techniken geübt werden.

Tsuki und Bier

Am Abend begann das Training mit Partnerübungen und den entsprechenden Erklärungen von Hirakawa-Sensei (8. Dan Kyoshi) gleich mit Tsuki – morote und katate und ging in dieser Tonart weiter. Danach ein umfangreiches Mawari-Keiko. Der Abend Tag 1 wurde mit Calamari und Bier beendet.

Samstag vormittag wurde das Technik Training unter Hirakawa-Sensei fortgesetzt und am Nachmitag gabs dann die Nihon Kendo Kata 1 bis 7, allerdings in Rüstung und mit Ippon Feeling, ein neues Erlebnis und trägt dann auch so zum besseren Verständnis der Katas bei.

Erfolgreiche österreichische Prüflinge

Als die Zeit voran schritt, wurden einige Leute immer nervöser… Dan-Prüfungen waren am Ende des Seminartages anberaumt. Kenshikan hat nun mit Werner einen Yudansha mehr, er hat wirklich eine schöne Prüfung hingelegt! Gratulation auch an Hannes aus Wien und Andreas aus Graz, die ihre Prüfungen bravourös meisterten.

Die Sayonara Party mit Speis und Trank war dann ein internationales Getümmel aus Slowenen, Kroaten, Italienern, Belgiern, Franzosen, Japanern und natürlich uns Ösis, wobei natürlich wieder nur ums Thema Kendo diskutiert wurde.

Ippon-Shiai

Sonntags stand dann der Samurai Cup auf dem Programm. Nach einem Mawari-Keiko zum Aufwärmen wurden die Kämpfe als Ippon-Shobu, also Entscheidung auf nur einen Punkt, ausgetragen. Stefan und Eugen kamen eine Runde weiter, mussten sich dann aber der vorherrschenden Übermacht geschlagen geben.

Alles in allem ein grossartiges Seminar, viel gelernt, viel zugesehen, viele Leute kennengelernt, nächstes Jahr fahren wir auf jeden Fall wieder hin.